Moderation: Thomas Dänemark
Übersetzung: Christine Springer
Für Mitglieder: € 10,- / Nichtmitglieder: € 20,-
Karten ab sofort im FREUNDE-Büro,
Abholung auch direkt am Veranstaltungstag an der Tageskassa möglich!
www.saimirpirgu.com
Bereits 2004 – im Jahr seines Staatsoperndebüts - wirkte Saimir Pirgu beim FREUNDE-Adventkonzert mit und auch letztes Jahr stellte er sich in den Dienst der guten Sache. Nun ist der 1981 geborene Tenor erstmals zu Gast bei einem Künstlergespräch.
Saimir Pirgu studierte zuerst Geige in seiner albanischen Heimatstadt Elbasan. Darauf folgte ein Gesangsstudium an der Kunstakademie von Tirana, das er im Jahr 2000 in Bozen am Konservatorium Claudio Monteverdi bei Vito Maria Brunetti fortsetzte. Nachdem er die Auszeichnung als bester Nachwuchssänger beim Umberto Sacchetti-Wettbewerb in Bologna erhielt und die nach Enrico Caruso und Tito Schipa benannten Wettbewerbe gewonnen hatte, wurde ihm sein erstes professionelles Engagement angeboten, das ihn zum Rossini-Festival in Wildbad führte. Weitere Engagements folgten: beim Rossini-Festival in Pesaro (für Il viaggio a Reims und Adina) sowie 2003 für Lucia di Lammermoor an das Teatro dell’Opera in Rom.
Saimir Pirgus internationaler Durchbruch erfolgte 2004, als er von Claudio Abbado eingeladen wurde, die Rolle des Ferrando in Così fan tutte in Ferrara, Reggio Emilia und in Modena zu singen.
Im selben Jahr debütierte er an der Wiener Staatsoper mit nur 23 Jahren (!) als Nemorino in L’elisir d’amore. Bald darauf folgten Fenton (Falstaff) und der Edmondo in der Neuproduktion von Manon Lescaut. In den vergangenen Spielzeiten konnte man den Künstler u.a. auch als Alfredo in La Traviata und als Don Ottavio hören, den er sowohl in der von Jean Louis Martinoty betreuten Premierenserie als auch in der Produktion Roberto De Simones verkörperte.
2008 wirkte der Künstler als Rodolfo in La Bohème im Hochhaus mit, einer (umstrittenen) Produktion des Schweizer Fernsehens in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Bern. Im November 2009 debütierte er als Alfredo in La Traviata an der Metropolitan Opera in New York und im Mai 2010 in der gleichen Partie am Royal Opera House in London.
Saimir Pirgu absolvierte Gastauftritte an den Musikbühnen von Wien, Hamburg, Berlin, Rom, Zürich, Madrid, New York, Paris, Los Angeles, Washington und Amsterdam. Der Künstler, der neben seinen Bühnenauftritten noch als Lied-, Oratorien- und Konzertsänger tätig ist, arbeitete bisher mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Franz Welser-Möst, James Conlon, Lorin Maazel, Daniele Gatti, Gustav Kuhn, Nikolaus Harnoncourt und Antonio Pappano zusammen.
Im Alter von 22 Jahren veröffentlichte Pirgu seine erste CD bei Universal Music mit dem Titel Angelo casto e bel, die eine Sammlung bekannter Tenorarien enthält. Darüber hinaus entstand beim ORF eine Dokumentation über den jungen Künstler im Zusammenhang mit der Produktion von Mozarts Idomeneo (Styriarte Festival in Graz, 2008). 2010 kamen zwei DVDs auf den Markt: Zum einen die Produktion von der bereits erwähnten Bohème des Schweizer Fernsehens sowie Mozarts Idomeneo vom Styriarte Festival.
In der laufenden Spielzeit ist Saimir Pirgu leider nicht an der Staatsoper zu hören, dafür kann man ihn im Theater an der Wien in der Doppelproduktion von Iolanthe (Peter Iljitsch Tschaikowsky) und Francesca da Rimini (Sergej Rachmaninow) (Premiere: 19. Jänner, Reprisen: 21., 24., 27., 29., 31. Jänner 2012) erleben. rw
Preis: € 69,- (pro Person, inkl. Büffet, Getränke)
Rerservierung ab sofort, Bezahlung ab 31.1. ausschließlich
im FREUNDE-Büro
www.danielafally.com
Die in Niederösterreich geborene Daniela Fally war bei ihrem Hausdebüt in der Staatsopernpremiere von Richard Strauss’ Arabella als Fiakermilli die eigentliche Sensation des Abends. Und dies sowohl stimmlich als auch was die akrobatische szenische Gestaltung der kurzen Rolle betrifft.
Theatererfahrung hatte der angehende Publikumsliebling damals bereits erhebliche: Daniela Fally steht seit ihrem 19. Lebensjahr auf der Bühne, zunächst als Schauspielerin, später als Musicaldarstellerin und schließlich als Opernsängerin. Im Juni 2005 beendete sie ihr Studium ihr Operngesangsstudium an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst (Klasse Helena Lazarska, Lied- und Oratorium-Klasse Edith Mathis) mit Auszeichnung, nachdem sie zuvor ein Theaterwissenschaftsstudium, eine Musicalausbildung und eine private Schauspielausbildung mit abschließenden Bühnenreifeprüfungen (ebenso mit Auszeichnung) absolviert hatte. Für ihre außergewöhnlichen Leistungen während des Gesangsstudiums wurde ihr der „Würdigungspreis der Universität für Musik und darstellende Kunst“ verliehen. Für die Interpretation der Adele wurde der Künstlerin im Juni 2006 die Eberhard Waechter-Gesangsmedaille verliehen.
Seit der Saison 2009/10 gehört sie zum Ensemble der Wiener Staatsoper, wo sie u. a. als Zerbinetta (Ariadne), Sophie (Rosenkavalier), Oscar (Ballo in maschera), Rosina (Barbiere di Siviglia), Fiakermilli (Arabella), Italienische Sängerin (Capriccio) und als Adele (Fledermaus) zu erleben war. Davor war sie vier Jahre lang Ensemblemitglied der Volksoper Wien (2005-2009) und konnte sich ebendort ein umfangreiches Repertoire quer durch alle Genres erarbeiten.
Gastengagements führten Daniela Fally unter anderem zu den Bregenzer Festspielen, an die Bayerische Staatsoper in München, die Staatsoper Hamburg, die Semperoper Dresden, an die Opernhäuser in Zürich, Düsseldorf, Liège, und Strassburg. Konzerte und Liederabende brachten sie zum Lucerne Festival, in den Musikverein Wien und Graz, an die Deutsche Oper Berlin, den Grazer Stefaniensaal, die Arena Salzburg, den Großen Kongresssaal Innsbruck, in die Hamburger Musikhalle, das Münchener Prinzregententheater sowie in die Schweiz, nach Japan, China und Dubai. Daniela Fally arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Adam Fischer, Asher Fisch, Leopold Hager, Julia Jones, Philippe Jordan, Simone Young, Ulf Schirmer, Peter Schneider, Nikolaus Harnoncourt und Franz Welser-Möst zusammen.
Zu ihren wichtigsten Opernpartien zählen die Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Blonde (Die Entführung aus dem Serail), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Marie (La fille du régiment), Norina (Don Pasquale), Olympia (Les contes d’Hoffmann), Gretel (Hänsel und Gretel), Sophie (Der Rosenkavalier), Fiakermilli (Arabella), Oscar (Un ballo in maschera), Titania (A Midsummer Night’s Dream) und ihre Leibrolle, die Adele (Die Fledermaus). Außerdem verfügt sie über ein großes Konzert- und Liedrepertoire.
Bei den FREUNDEN wirkte die sympathische Künstlerin bisher zweimal beim jährlichen Adventkonzert mit. rw
Moderation: Thomas Dänemark
Für Mitglieder: € 10,- / Nichtmitglieder: € 20,-
Reservierung ab sofort, Kartenausgabe ab 31.1. im FREUNDE-Büro,
Abholung auch direkt am Veranstaltungstag an der Tageskassa möglich!
Rolando Villazón wurde 1972 in Mexiko- Stadt geboren. Wer heute den Künstler sprechen hört, wird sich über seine exzellenten Deutschkenntnisse wundern, diese kommen daher, weil er in seiner Kindheit das Colegio Alemán Alexander von Humboldt besuchte. Mit dem Theater kam der quirlige Künstler schon bald in Berührung, und so ging der kleine Rolando bereits im Alter von 11 Jahren an die Academia de Artes Espacios, wo er Unterricht in Musik, Schauspiel, Ballett und Modern Dance erhielt. Sein Interesse am Operngesang weckte der Bariton Arturo Nieto, der auch sein erster Gesangslehrer wurde. Villazón setzte seine Gesangsausbildung am nationalen Musikkonservatorium bei Enrique Jaso fort und gewann zwei nationale mexikanische Gesangswettbewerbe. Danach nahm der Bariton Gabriel Mijares den jungen Tenor unter seine Fittiche und brachte ihn auf den Weg zu einer internationalen Karriere. 1998 trat Rolando Villazón dem renommierten Merola Opera Program der San Francisco Opera bei, wo er u.a. an Meisterklassen von Joan Sutherland teilnahm. Das Young Artists Program der Pittsburgh Opera war die nächste wichtige Station, mit erfolgreichen Auftritten in Vincenzo Bellinis I Capuleti e i Montecchi, Gaetano Donizettis Lucia di Lammermoor und Samuel Barbers Vanessa. 1999 belegte Villazón den zweiten Platz bei Plácido Domingos Operalia-Gesangswettbewerb und erhielt den zusätzlich verliehenen Preis für Zarzuelas sowie den Publikums-Preis.
Den Start seiner internationalen Karriere hatte Rolando Villazón 1999 mit seinem Europa-Debüt in Genua als Des Grieux in Massenets Manon, unmittelbar gefolgt von erfolgreichen Auftritten an einigen der großen Opernhäuser der Welt wie u.a. der Opéra Bastille Paris, der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, dem Teatro dell’Opera di Roma, der New Yorker Met sowie der Los Angeles Opera. Er sang dort Partien wie Rodolfo (La Bohème), Alfredo (La Traviata), Gounods Roméo und Edgardo (Lucia di Lammermoor).
Einen großen Erfolg hatte Villazón mit seiner Interpretation des Nemorino, an der Seite von Anna Netrebko als Adina, in L’elisir d’amore von Gaetano Donizetti an der Wiener Staatsoper im April 2005. Wenige Wochen zuvor hatte er im Haus am Ring als Roméo debütiert. Weltbekannt wurde er jedoch mit seiner leidenschaftlich-feurigen Interpretation des Alfredo in La Traviata mit Anna Netrebko bei den Salzburger Festspielen im August 2005.
Seit Mitte 2006 musste Rolando Villazón mehrmals aus gesundheitlichen Gründen Auftritte absagen. Am 15. August 2007 gab Villázon bekannt, er wolle sich einige Monate zurückziehen, um wieder zu seiner gewohnten Vitalität zurück zu finden. Im Januar 2008 erfolgte sein Comeback an der Wiener Staatsoper als Werther.
Mit Anna Netrebko drehte er unter der Regie von Robert Dornhelm in Wien eine Verfilmung von La Bohème, wobei der Gesang bereits bei einer konzertanten Aufführung 2007 in München aufgezeichnet worden war. Ab Oktober 2008 wurde der Film in europäischen Kinos gezeigt und im März 2009 auf DVD veröffentlicht. Im August 2008 trat er erneut bei den Salzburger Festspielen auf, diesmal an der Seite von Nino Machaidze in Roméo et Juliette.
2009 hatte der Künstler leider mit einer schwerwiegenden Krise zu kämpfen: Im April sagte Villazón alle weiteren Auftritte für das Kalenderjahr ab. Mitte März 2010 kehrte er auf die Bühne zurück und war an der Wiener Staatsoper in einer einzelnen Vorstellung als Nemorino zu erleben. Mittlerweile ist der Künstler wieder regelmäßig auch in dramatischeren Rollen zu hören, so verkörperte er dieses Jahr in London den Werther, Ende Oktober sang er den Hoffmann in einer Neuproduktion an der Bayerischen Staatsoper.
Im Haus am Ring sang er heuer wenige Tage nach Saisonbeginn den Tenorpart in Verdis Messa da Requiem, das im Rahmen eines Gastspiel der Mailänder Scala aufgeführt wurde. Die zahllosen Wiener Fans des Künstlers können sich auf eine Serie von Donizettis Elisir d’amore im Februar 2012 freuen. rw
Vom Opernschlager zum Musicalhit
Eine Kooperation mit den
Vereinigten Bühnen Wien
Moderation: Thomas Dänemark
Karten: € 10,- (Mitglieder und Musicalclub),
€ 15,- (Nichtmitglieder)
Reservierung ab sofort, Karten ab 21.2. im FREUNDE-Büro
Musical meets Opera geht in die 3. Runde. Diesmal sind wir zu Gast auf einem Luxuskreuzfahrtschiff, das uns nach New York bringt. Im Gegensatz zu Tanz der Vampire ist das Musical ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK ein reines Revuestück mit aneinandergereihten Hits von Udo Jürgens, aber durch die immense Popularität der Lieder nicht weniger spannend.
Wiederum haben Sie die Möglichkeit Opernsänger zu bestaunen, wenn sie sich von ihrem gewohnten Umfeld wegbewegen und sich als Musicalsänger versuchen. Andrerseits werden die Stars aus dem Musical auf die Oper zugehen und gemeinsam mit den Kollegen aus der Oper Medleys aus den bekanntesten Opernmelodien interpretieren. Für einen musikalischen Augen und Ohrenschmaus sorgen diesmal: Daniela Fally, Lisa Koroleva, Clemens Unterreiner und Jörg Schneider.
Seitens des Musicals sind Andreas Lichtenberger, Ann Mandrella, Andreas Bieber, Peter Fröhlich und all die anderen Hauptdarsteller mit dabei.
Lassen Sie sich von den Melodien aus Oper und Musical verführen und helfen sie uns die Grenzen zwischen den beiden Genres niederzureißen.
In diesem Sinne: Vom Opernschlager zum Musicalhit!
ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK verwebt die 21 größten Udo Jürgens-Hits charmant und mit Schwung in eine Drei-Generationen-Geschichte von unerfüllten Träumen, Lebensfreude, Sehnsucht und Liebe. Im Mittelpunkt steht die Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg, die über ihrem beruflichen Erfolg ihre Mutter Maria vernachlässigt. Die lebens- lustige alte Dame beschließt kurzerhand, ihre große Seniorenliebe Otto Staudach in New York unter der Freiheitsstatue zu heiraten! „Ich war noch niemals in New York. Ich war noch niemals richtig frei. Einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh´n.“ Heimlich besteigt das Paar ein Kreuzfahrtschiff. Bei dem Versuch, ihre Mutter aufzu halten, trifft Lisa Wartberg auf Axel Staudach, der seinen alten Herren ebenfalls zurückholen will. Auf hoher See nimmt die turbulente Geschichte mit viel Humor, Selbsterkenntnissen und Verwechslungen einen gänzlich unvorhergesehenen Verlauf. Blendend gelaunt gehen die Passagiere schließlich von Bord.
ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK ist ein Kurzurlaub für die Seele, ein unvergesslicher Abend mit den schönsten Songs von Udo Jürgens.