Spielarten des Liebestodes auf der musikalischen Bühne
Gäste: KS Hilde Zadek, KS Peter Weber u.a.
ACHTUNG: ABGESAGT
Für Mitglieder: € 10,- / Nichtmitglieder: € 20,-
„So starben wir, um ungetrennt, ewig einig ohne End‘…“
Liebe und Tod sind auf den ersten Blick ein Gegensatzpaar – man denkt an Glück und Ende, an Hochgefühl und jähen Absturz. Aber es gibt auch ein Ersterben der Liebe und Leidenschaft, die in die Katastrophe führt. Und endlich kennen wir auf der Bühne – vielleicht auch im Leben – jenen Liebestod, bei dem zwei Menschen über die physische Existenz hinaus nicht voneinander lassen können. Tristan und Isolde, Aida, Andrea Chénier, aber auch Otello sind dafür leuchtende Beispiele.
Wagner selbst hat in seinen Programmatischen Erläuterungen über das Ende seines Musikdramas geschrieben: „Es ist die Wonne des Sterbens, des Nichtmehrseins, der letzten Erlösung in jenes wunder- volle Reich, von dem wir am fernsten abirren, wenn wir mit stürmischester Gewalt darin einzudringen uns mühen. Nennen wir es Tod? Oder ist es die nächtige Wunderwelt, aus der, wie die Sage uns meldet, ein Epheu und eine Rebe in inniger Umschlingung einst auf Tristan’s und Isolde’s Grabe emporwuchsen?“
Und etwas später heißt es: „Doch, was das Schicksal für das Leben trennte, lebt nun verklärt im Tode auf; die Pforte der Vereinigung ist geöffnet. Über Tristans Leiche gewahrt die sterbende Isolde die seligste Erfüllung des glühenden Sehnens, ewige Vereinigung in ungemessenen Räumen, ohne Schranken, ohne Banden, unzertrennbar!“
Als Idealtypen der im Tode vereinten Liebespaare abseits von Wagner gelten Romeo und Julia, Otello und Desdemona sowie Radames und Aida. Gerade letztere überwinden mit dem Gesang „O terra, addio, addio valle di pianti“ das grausame Lebensende im verschlossenen Steingrab und transzendieren in diesem Liebesbekenntnis die irdische Welt.
Andrea Chénier und Maddalena di Coigny aber finden über flüchtige Begegnungen während der französischen Revolution erst im Kerker zueinander, als sich die Frau für eine Verurteilte opfert, um gemeinsam mit dem Geliebten zu sterben. In einem emphatischen Schlussduett beschwören sie den gemeinsamen Liebestod („La nostra morte è il trionfo dell’amor“) am Ende mit der Parole „Viva la morte insiem!“ Oswald Panagl
11 Vorstellungen WIENER STAATSOPER
(1 Karte pro Mitglied, schriftliche Bestellung 3 Monate vorher)
Di. 8.10.2013 Puccini La fanciulla del West/Neuproduktion (Regie: Marco Arturo Marelli)
Welser-Möst/Stemme (Minnie), Kaufmann (Dick Johnson), Konieczny (Jack Rance)
ACHTUNG: für diese Vorstellung Reservierung ab sofort, Bestellschluss: 27.5.!
Sa. 23.11.2013 Britten Peter Grimes/Wiederaufnahme (Regie: Christine Mielitz)
Jenkins/Heppner (Peter Grimes), Barkmin (Ellen Orford), Paterson (Balstrode)
So. 24.11.2013 Mozart Die Zauberflöte/Neuproduktion (Regie: Leiser/Caurier)
Eschenbach/Sherratt (Sarastro), Bruns (Tamino), Pudova (Königin der Nacht), Hartig (Pamina),
Werba (Papageno)
Sa. 25.1.2014 Mascagni Cavalleria rusticana/Leoncavallo I Pagliacci (Regie: Jean-Pierre Ponnelle)
Carignani/Schuster (Santuzza), F. Armiliato (Turiddu), Gagdnize (Alfio);
Shicoff (Canio), Mula (Nedda), Maestri (Tonio)
Mo. 3.2.2014 Dvorak Rusalka/Neuproduktion (Regie: Sven-Eric Bechtolf)
Belohlávek/Stoyanova (Rusalka), Schade (Prinz), Groissböck (Wassermann),
Baechle (Jezibaba), Bohinec (Fremde Fürstin)
Sa. 22.2.2014 Cilea Adriana Lecouvreur/Neuproduktion (Regie: David McVicar)
Pidò/Gheorghiu (Adriana Lecouvreur), Zhidkova (Principessa), Giordano (Maurizio), Frontali (Michonnet), Giménez (Abate)
Fr. 21.3. 2014 Tschaikowski Schwanensee/Neuproduktion
(Choreographie: Rudolf Nurejew nach Marius Petipa und Lew Iwanow)
So. 20.4.2014 Wagner Lohengrin/Neuproduktion (Regier: Andreas Homoki)
de Billy/Vogt (Lohengrin), Nylund (Elsa von Brabant), Koch (Friedrich von Telramund), Martens (Ortrud), Groissböck (Heinrich der Vogler), Roth (Heerrufer)
Do. 1.4. ODER So. 4.5.2014 Verdi Nabucco (Regie: Günter Krämer)
López-Cobos/Domingo (Nabucco), Smirnova (Abigaille), Kushpler (Fenena), Talaba (Ismaele), Belosselskiy (Zaccaria)
Do. 29.5.2014 Offenbach Les contes d’Hoffmann/Wiederaufnahme (Regie: Andrei Serban)
Letonja/Beczala (Hoffmann), Fally (Olympia), Rebeka (Antonia), Krasteva (Giulietta),
Abdrazakov (Lindorf/Coppélius/Miracle/Dapertutto)
Sa. 21.6.2014 Janácek Das schlaue Füchslein/Neuproduktion (Regie: Otto Schenk)
Welser-Möst/Finley (Förster), Reiss (Füchslein), Bankl (Hárasta)
4 Vorstellungen VOLKSOPER WIEN
(1 Karte pro Mitglied, schriftliche Bestellung 3 Monate vorher)

Fr. 13.12.2013 Verdi Il trovatore Neuproduktion
Sa. 4.1.2014 Strauß Eine Nacht in Venedig
Sa. 8.3.2014 Puccini Turandot Neuproduktion/Shicoff (Kalaf)
Fr. 6.6.2014 Beethoven Fidelio Neuproduktion