Künstlergespräch KS ELINA GARANCA

  • 20. Mai 2018
    11:00 - 13:00

Ort

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Adresse:
Opernring 2, Wien, 1010

Selten waren ihre Wien-Auftritte in den letzte Jahren, mit der dramatischen Partie der Dalila kehrt sie nun endlich wieder zurück…

Moderation: Thomas Dänemark

Für Mitglieder: €10, Gäste: €20
Reservierung ab sofort, Karten ab 8.5. im FREUNDE-Büro.

Es gibt kaum einen Weltstar der jüngeren Generation, dessen Karrierebeginn so eng mit der Wiener Staatsoper verbunden ist, wie jener der am 16. September 1976 in Riga geborenen Elīna Garanča.

Die Tochter eines Chordirigenten und einer Gesangslehrerin interessierte sich zuerst ja eigentlich für das Musical, doch nach Beendigung der Schulzeit schlug sie den Weg Richtung Opernbühne ein. An der Lettischen Musikakademie studierte sie unter anderem bei ihrer Mutter, später dann auch in Amsterdam und Wien. Bereits im Alter von 21 Jahren absolvierte sie ihre ersten Engagements in Bukarest und Athen. Bevor sie im Haus am Ring im Jänner 2003 als Lola in Cavalleria rusticana debütierte, führten sie Auftritte nach Meiningen und Frankfurt am Main. Von da an achteten die Staatsopernbesucher ganz besonders auf das neue Ensemblemitglied, das zunächst einmal in kleineren Partien wie Nicklausse, Zweite Dame, Meg Page, Bersi und Prinz Orlofsky überzeugte. Noch im gleichen Jahr folgte dann ihre erste Wiener Hauptrolle, die Rosina in Il barbiere di Siviglia. Wenn es bei Elīna Garanča so etwas wie einen internationalen Durchbruch gab, so fand dieser allerdings abseits der Wiener Staatsoper statt: nämlich bei den Salzburger Festspielen 2003, bei denen sie als Annio in der von Nikolaus Harnoncourt dirigierten Clemenza di Tito für Furore sorgte. Ein großer Tag in der Laufbahn der jungen Künstlerin war auch der 19. Februar 2005, als sie mit ihrem samtig weichem Mezzo in der Neuproduktion von Massenets Werther als Charlotte brillierte. Beobachter der internationalen Opernszene konnten mitverfolgen, wie die weltweite
Karriere Garančas nun steil nach oben ging. Das Verhältnis zu Wien begann dagegen abzukühlen: 2009 sagte sie ihr Carmen-Debüt kurzfristig ab, 2011 entschied sie sich im letzten Moment, nicht an der Abschieds-Gala der Ära Holender teilzunehmen. In jüngster Vergangenheit sind die Staatsopernauftritte rar geworden. Mit der Dalila in der Neuproduktion von Saint-Saëns Werk wird sie sich nun endlich auch in Wien von einer dramatischeren Seite zeigen, hat sie doch mittlerweile auch schon die Santuzza sowie die Eboli in ihr Repertoire aufgenommen. rw

Charlotte in Werther / Giovann Seymour in Anna Bolena / Octavian in Der Rosenkavalier / Rosina in Il barbiere di Siviglia (mit Adrian Eröd) / Sesto in La clemenza di Tito

Szenenphotos (c) Wiener Staatsoper/Michael Pöhn, Axel Zeininger

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